Wir tun etwas gegen Lärm

Im ersten Schritt der Lärmaktionspläne Bodensee-Oberschwaben steht die Reduzierung von Verkehrslärm im Mittelpunkt. Die Möglichkeiten, in diesem Bereich Lärm zu reduzieren, sind vielfältig. Um schnell, möglichst kostengünstig und unkompliziert zu Lösungen zu kommen, haben die teilnehmenden Kommunen individuelle Maßnahmenkataloge erstellt, die auf Basis von wissenschaftlichen Untersuchungen entwickelt wurden. Eine Auswahl der Maßnahmen, die für mehr Ruhe in der Region umgesetz werden: 

Temporeduzierung:

Sicherlich die einfachste, schnellste und kostengünstigste Maßnahme, um Verkehrslärm zu reduzieren. Aber – mit Sicherheit auch die unpopulärste. Egal ob nun Tempo 30 in der Nacht oder ganztägige Geschwindigkeitsbegrenzung – manche Verkehrsteilnehmer empfinden diese Maßnahmen als Schikane. Dabei steht der Erfolg fest: Temporeduzierungen vermindern den Verkehrslärm durch geringe Abroll- und Motorgeräusche merklich und sichern so den Anwohnern – vor allem in der Nacht – wesentlich mehr Lebensqualität.

Lärmmindernde Fahrbahnbeläge:

Der Einsatz von lärmoptimierten Asphalten (LOA) ist eine weitere, sehr effiziente Maßnahme. Allerdings sind diese Beläge sehr teuer und nicht überall einsetzbar. Trotzdem: Die Städte und Gemeinden werden hier aktiv und investieren in mehr Ruhe für ihre Bürgerinnen und Bürger.

Lärmschutzwände:

Klar – wenn zwischen den Wohnungen der Anwohner und der Straße eine zusätzliche Wand ist, wird der Verkehrslärm deutlich reduziert. Allerdings ist diese Maßnahme mit hohen Kosten verbunden und häufig aus Platzgründen nicht umsetzbar.

Schallschutzfenster:

Eine sehr effektive Art, den Verkehrslärm in den Wohnungen zu reduzieren – wenn die Fenster geschlossen sind.

Vernunft der Verkehrsteilnehmer:

Unnötige Spurts und Bremsmanöver, laute Musik im Auto bei offenem Fenster, vermeidbare Autofahrten, die auch mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln erledigt werden können – die Möglichkeiten für jeden Einzelnen Verkehrslärm aktiv zu reduzieren sind vielfältig.