Warum gibt es die Lärmaktionspläne Bodensee-Oberschwaben?

Die Europäische Union hat mit der Umgebungslärmrichtlinie ein Regelwerk erstellt, um die schädlichen Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu mindern und ihnen vorzubeugen.

Diese Richtlinie der EU enthält keine verbindlichen Vorgaben, ab welcher Lärmbelastung eine Lärmaktionsplanung durchzuführen ist. Die Bestimmung solcher Auslösewerte obliegt den Gemeinden. Innerhalb einer interkommunalen Arbeitsgruppe haben sich Städte und Gemeinden aus der Region Bodensee-Oberschwaben entschlossen, die von der Landesregierung Baden-Württemberg empfohlenen Auslösewerte anzuwenden.

Das bedeutet: In Gebieten, in denen tagsüber 70 dB(A) bzw. nachts 60 dB(A) überschritten werden und zugleich Gebäude mit schützenswerter Nutzung (Wohnungen, Schulen, Krankenhäuser) betroffen sind, müssen Lärmminderungsmaßnahmen erarbeitet werden.